CarbCam nimmt dein Foto, schickt es an einen KI-Service, bekommt eine Schätzung der Komponenten zurück, plausibilisiert die Werte mit Standard-Nährwert-Datenbanken und zeigt dir das Ergebnis. Über die Nightscout-Anbindung werden Mahlzeiten synchronisiert und der BG-Verlauf nach dem Essen sichtbar.
Das Foto bleibt zuerst komplett auf deinem Gerät. Du kannst es zuschneiden, drehen, neu aufnehmen. Erst beim Tap auf „Analysieren“ wird etwas hochgeladen.
Bevor das Bild überhaupt zur KI geht, prüft die App per SHA-512-Hash und Perceptual-Hash, ob ein identisches oder sehr ähnliches Foto bereits im Server-Cache liegt. Bei einem Treffer bekommst du das gespeicherte Ergebnis sofort zurück — ohne erneuten KI-Aufruf. Ein anschließender Confirm-Schritt markiert den Cache-Eintrag als verbraucht (Quota-Zählung).
Gibt es keinen Cache-Treffer, wird das (gecroppte) Foto an unseren Analyse-Endpunkt geschickt. Dort wird ein Vision-Modell aufgerufen, das das Bild beschreibt und die einzelnen Komponenten benennt + grobe Mengen schätzt.
Wenn die KI-Schätzung eine niedrige Confidence meldet, startet der Server im Hintergrund einen Cross-Check gegen Nährwert-Datenbanken (USDA FoodData Central, Open Food Facts). Die korrigierten Werte fließen in den Cache ein — beim nächsten Treffer auf dasselbe oder ein ähnliches Foto siehst du das verbesserte Ergebnis. Bei Scans mit hoher Confidence entfällt dieser Schritt.
Für Barcodes hingegen wird der Open-Food-Facts-/USDA-Abgleich immer direkt durchgeführt, da hier die Hersteller-Nährwerttabelle die primäre Quelle ist.
Du kannst jeden Wert überschreiben — Menge, KH, kcal, FPE, Komponente. Beim Speichern werden deine Werte verwendet, nicht die KI-Schätzung. Die App speichert deine Gesamt-KH-Korrektur (User: Xg vs KI: Yg) als Differenz für Statistik-Zwecke.
Lokal in einer SQLite-Datenbank. Optional zusätzlich per Nightscout-Sync an deine Nightscout-Instanz — aber nur als Note in der Treatment-Tabelle
(mit dem Tag carbcam bzw. 10becarbcam), nicht als aktives KH-/IE-Treatment.
Deine Loop/AAPS/iAPS-Berechnung wird durch CarbCam-Saves nicht beeinflusst — die Mahlzeit ist nur als Notiz sichtbar.
Nutzt du Managed Nightscout von ns.10be.de, ist die Einrichtung besonders einfach: Nightscout-URL und API-Secret eingeben — fertig.
Wenn du KH aktiv als Treatment haben willst, nutze den Teilen-Button im Scan-Result — der schickt den KH-Wert via Deep-Link an Loop/iAPS/Trio bzw. öffnet das System-Share-Sheet.
FPE steht für Fett-Protein-Einheiten. Sie beschreiben, wie viel Energie aus Fett und Eiweiß verzögert den Blutzucker beeinflusst.
Eine FPE entspricht ca. 100 kcal aus Fett und Eiweiß. Beispiel:
Pumpenträger nutzen FPE oft, um den verlängerten Bolus zu parametrisieren (z. B. Square-Wave oder Dual-Wave). Pen-Nutzer können FPE als groben Indikator für einen späten Korrektur-Snack oder eine nachmittags kleine Korrektur nehmen.
CarbCam zeigt die FPE als gelben Chip in der Ergebniskarte an. Die Farben der Nährwerte:
Wenn deine Nightscout-Verbindung konfiguriert ist, lädt CarbCam die BG-Daten aus deiner Nightscout-Instanz und zeigt im Verlauf-Tab unter jeder Mahlzeit die Blutzucker-Kurve an. Das Zeitfenster ist plattformabhängig und wird automatisch rund um die Mahlzeit gewählt. So ermöglicht CarbCam zusammen mit Nightscout ein gezieltes Post-Meal-BG-Tracking.
Features der BG-Kurve (Nightscout-Daten):
Die Genauigkeit hängt vom Mahlzeit-Typ ab:
| Mahlzeit-Typ | Typische Abweichung | Beispiele |
|---|---|---|
| Klare Portionen | ±20 % | Reis, Pasta, Brot |
| Komplexe Mahlzeiten | ±30 % | Eintopf, Aufläufe |
| Sehr ungewöhnlich | ±40 % oder mehr | Unbekannte regionale Gerichte |
| Verpackte Produkte | ±5 % | Automatische Barcode-Erkennung (Hersteller-Wert via Open Food Facts) |
Ohne Internetverbindung funktionieren folgende Bereiche:
Folgendes benötigt eine Verbindung: